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Meike Rötzer liest aus Lessings „Nathan der Weise“

Welche Religion ist die einzig wahre?!“ Wegen dieser Streitfrage brechen Kriege aus. Wie entkommt die Menschheit dem Wahnwitz gegenseitiger Vernichtung?
Vor 250 Jahren machte Gotthold Ephraim Lessing dazu einen bestechenden Vorschlag, schrieb ein Masterpiece der Aufklärung, einen Aufruf zur Menschlichkeit und Toleranz: Er lässt den jüdischen Händler Nathan dem muslimischen Herrscher Saladin die Ringparabel erzählen: Ein Ring, vererbt vom Vater an das meistgeliebte Kind, verleiht die Kraft, vor Gott und den Menschen zu bestehen. Ein Vater von drei Söhnen aber liebt sie alle gleich, stellt Fakes her und gibt jedem einen. Im Streit: Welcher ist der echte Ring? Schlagen sie einander die Köpfe ein.
Ein Richter entscheidet schließlich: Wer am meisten Gutes tut und Liebe stiftet,
beweist: Er hat den echten Ring. Und der Wettlauf der drei Brüder ums Gute macht
klar, worum es beim Glauben geht: ordentlich zu handeln, und nicht darum, im Recht zu sein. Dann sähe es auf der Welt besser aus, denn: »Alle Religionen sind dann gleich wahr und gleich falsch.« – G.E. Lessing.
Meike Rötzers freie Erzählung ist Theater für die Ohren und eine Message an unser
kulturelles Gedächtnis vor der Schrift – Weltliteratur fürs Trommelfell.
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